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Zwischen Hektik und Rundumversorgung
Ein Besuch in der Notfallstation des Kreiskrankenhauses Schrobenhausen
Von Heidrun Budke
Schrobenhausen (SZ)

 

Zwischen Hektik und Rundumversorgung

ManuelaMende in einem Behandlungsraum der Notaufnahme mit entsprechendem „Werkzeug“. Foto: Heidrun Budke

 

Der erste Kontakt zwischen Patient und Kreiskrankenhaus Schrobenhausen findet häufig in der Notaufnahme statt. Weil diese Räume vor allem mit Zweckmäßigkeit punkten und nicht gerade mit besonderem Schick glänzen können,muss das eben durch die Mitarbeiter wettgemacht werden. „Das ist wie in der Liebe – die ersten Sekunden entscheiden“, bringt es Manuela Mende, stellvertretende Funktionsleitung Pflege in der Notaufnahme, lächelnd auf den Punkt. Tatsächlich: „Der Patient ist in einer Notsituation, wenn er zu uns kommt“, sagt sie. „Da hilft es, wenn man ihn freundlich anspricht.“ Zwar sei es oft sehr hektisch und deshalb könne das Pflegepersonal auch mal kurz angebunden sein, aber das sei niemals unfreundlich gemeint. Bei pro Jahr rund 9000 Notfallpatienten und 8000 Terminen für die Sprechstunden, die in den Räumen der Notaufnahme für dieGesprächemit Ärzten vor Operationen etwa vereinbartwerden, lässt sich das leicht nachvollziehen. Mit 13 pflegerischen Mitarbeitern ist die Station derzeit gut besetzt, selbst wenn einige in Teilzeit arbeiten. In den Stoßzeiten am Tag werden mehr Schwestern benötigt, während ab 21 Uhr nur noch eine Kollegin anwesend sein muss. Im Bereitschaftszimmer dürfe das Personal nachts auch mal ruhen, erklärt Manuela Mende, müsse aber sofort ansprechbar sein, wenn ein Patient kommt oder vom Notarzt angekündigt wird. „Montag“, sagt sie, „ist bei uns der Hauptarbeitstag.“ Am Wochenende seien die Patientenzahlen zuletzt aber steigend, ist ihr Eindruck. Und, auch wenn das eigentlich anders gedacht

ist, seien es nicht immer die ernsten Notfälle, die kommen. „Alles, was am Körper wehtun oder kaputtgehen kann, ist das, was bei uns in der Notaufnahme ankommt“, berichtet Mende. Am Wochenende sei natürlich „der Quotenfußballer“ mit der Fußverletzung dabei, bei größeren Festivitäten in Schrobenhausen die alkoholisierten Personen. Die seien ganz oft zunächst recht lustig und erforderten einiges an Toleranz, das könne aber auch in aggressives Verhalten umschlagen. Angst habe sie in solchen Situationen aber nicht, denn es gebe einNotfalltelefon.Undwie reagieren die Patienten, wenn sie wieder ausgenüchtert sind?„Entschuldigt“, erzählt Mende, „hat sich nach dem Randalieren noch nie jemand.“ Wirklich ernst wird es für die Krankenschwestern, wenn der Notarzt die Einlieferung einer Person mit Polytrauma ankündigt. Das ist der Schwerverletzte, zum Beispiel nach einemAutounfall. „Dann spult bei mir ein professioneller Filmab“, erklärt Mende und meint den Ablauf, der eingehalten werden muss: Ärzte werden vorgewarnt und in die Notaufnahme bestellt; alle, die eventuell gebraucht werden, müssen da sein; jeder hat seine Rolle, seinen Part, und die Abläufe müssen reibungslos funktionieren. Gar nicht so einfach ist das manchmal auf dem Land, wo man sich womöglich kennt. Aber auch da funktioniert man erst einmal. Als erstes werde tatsächlich die Art der Verletzung gesehen, die es zu behandeln gilt, sagt Manuela Mende. Erst, wenn das Leben gerettet sei, schaltet man wieder um, dann erst nimmt man wahr, wenn es sich womöglich um ein bekanntes Gesicht handelt. Patienten geht es offensichtlich manchmal ähnlich, Mende erinnert sich noch gut an einen Waldarbeiter, der mit Polytrauma von einem Kollegen im Privatauto zum Krankenhaus gefahren wurde. „Wie soll ich den da bloß rausbekommen?“, habe sie sich zuerst gefragt, am Ende sei alles gut gegangen. Einige Zeit später sei der Mann zur Nachbehandlung gekommen und sie habe ihn begrüßt mit den Worten: „Ich bin so froh, dass ich Sie so sehe!“ Der Mann konnte sich nicht gleich an sie erinnern. Was Michaela Mende immer wieder erlebt: Patienten sprechen es aus, dass sie lieber nach Schrobenhausen als in ein großstädtisches Krankenhaus kommen. Sie ahnt auch, warum das so ist: Die Patienten werden immer älter, finden sich in großen Häusern nicht zurecht, während sie im kleinen Haus schnell viele Schwestern kennen. „Sie waren beim letzten Mal, als ich hier war, auch da!“ Das ist so ein Satz, den Manuela Mende manchmal hört, und damit sei die erste Hemmschwelle schon überschritten. Wie ist das für sie selbst? „Ich bin im kleinen Krankenhaus hängengeblieben, weil es mir einfach gefällt, das Ambiente, die Freundlichkeit der Mitarbeiter, diesesMiteinander; auch mal auf einem kurzen Weg etwas regeln können – das macht unser Haus, dasmacht das Flair von einem kleinen Haus aus.“ 

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